Über mich
Wofür ich stehe und warum
Es gibt einen Satz, der meine Arbeit besser beschreibt als jede Leistungsliste: Das Problem ist selten die Website.
Ich arbeite seit 1990 im Marketing und bin seit dem 1. Januar 2000 selbstständig. In dieser Zeit habe ich viele Websites gesehen und noch mehr Unternehmen. Wenn etwas nicht funktioniert, liegt es fast nie an der Technik oder am Design. Es fehlt an Klarheit darüber, wer angesprochen werden soll. Es fehlt an Struktur. Und es fehlt an der Verbindung zwischen dem, was ein Unternehmen anbietet, und dem, was seine Kunden suchen.
Deshalb beginne ich nicht mit der Umsetzung, sondern mit der Entscheidung.
Ein altmodischer Maßstab
In meiner kaufmännischen Ausbildung fiel ein Wort, das mich nicht mehr losgelassen hat: der ehrbare Kaufmann.
Der Begriff stammt aus dem Hanseraum und beschreibt einen Kaufmann, dessen Wort zählte, weil sein Geschäft davon abhing. Wer betrog, verlor nicht einen Kunden, sondern seinen Ruf und damit seine Grundlage.
Als ich mich im Januar 2000 selbstständig gemacht habe, war das mein Maßstab. Er ist es geblieben. Nicht aus Nostalgie, sondern weil ich keinen besseren gefunden habe.
Praktisch bedeutet er einen einzigen Satz: Der Gegenwert muss stimmen.
Das klingt banal und ist es nicht. Im Marketing lässt sich hervorragend Geld damit verdienen, ein Versprechen zu verkaufen statt eines Ergebnisses. Ein Versprechen kostet nichts in der Herstellung, es lässt sich beliebig groß machen, und wenn es nicht eintritt, findet sich immer eine Erklärung, die beim Kunden liegt.
Ich habe diese Mechanik in mehreren Wellen beobachtet. Es gab die schnellen Suchmaschinenversprechen, es gab die Social-Media-Welle, es gab die Hochpreis-Coachings mit ihren Umsatzversprechen. Heute läuft dasselbe Muster unter dem Stichwort künstliche Intelligenz.
Die Themen wechseln, das Muster bleibt: Es gibt ein neues Werkzeug, es gibt Unsicherheit darüber, was es kann, und es gibt Anbieter, die genau diese Unsicherheit zu Geld machen. Nicht, indem sie erklären, sondern indem sie Hoffnung und Sorge bewirtschaften. Teuer wird das selten für die Großen. Es trifft die kleinen und mittleren Betriebe, in denen niemand Zeit hat, ein Angebot fachlich zu prüfen.
Vier Grundsätze, an denen Sie mich messen können
Ich sage auch, wenn etwas nicht sinnvoll ist. Der größte Wert einer Beratung liegt manchmal darin, dass ein Projekt nicht stattfindet. Ich habe Kunden von einem Onlineshop abgeraten, von einem Relaunch und von Werbebudgets, für die die Grundlage fehlte. Wer nur empfiehlt, was er selbst verkauft, ist kein Berater, sondern Vertrieb.
Der Preis richtet sich nach dem Gegenwert, nicht nach dem Versprechen. Es ist leicht, hohe Preise zu verlangen, wenn man hohe Ergebnisse in Aussicht stellt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer fünfstellige Beträge zu erwirtschaften sind. Deshalb verspreche ich keine Zahlen, die ich nicht beeinflussen kann, und sage offen, was in einem Zeitraum realistisch ist und was nicht.
Am Ende steht Unabhängigkeit, nicht Bindung. Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass Kunden für jede Kleinigkeit zurückkommen müssen, ist bequem. Ich halte es für falsch. Unternehmen sollen selbst handlungsfähig sein und mich für Entscheidungen holen, nicht für Handgriffe.
Ich erkläre, statt zu beeindrucken. Fachsprache ist im Marketing oft ein Mittel, Kompetenz zu behaupten statt sie zu zeigen. Wer versteht, wovon er spricht, kann es einem Handwerksmeister erklären. Bei allen anderen lohnt die Nachfrage.
Woher meine Erfahrung stammt
Meine Laufbahn begann 1990 mit handgefertigter Reinzeichnung. Danach kamen Desktop Publishing, der Wechsel von Print zu Web, der Onlinehandel und heute die Veränderung durch künstliche Intelligenz. Fünf technologische Umbrüche in gut 35 Jahren, jeder davon in Unternehmen, die mitten im Tagesgeschäft standen.
Jedes Mal war die Technik das kleinere Problem. Schwierig war, was daran hing: Wer entscheidet, wer macht es, was lassen wir dafür weg, und wie erklären wir es der Belegschaft.
In dieser Zeit habe ich mittelständische Unternehmen begleitet, Marketing- und Vertriebsstrukturen aufgebaut, digitale Strategien entwickelt und Veränderungsprozesse mitgestaltet, seit 2000 selbstständig. Seit 2015 unterrichte ich außerdem für die Industrie- und Handelskammer. Der Kontakt zu Menschen, die das Gelernte am nächsten Tag im eigenen Betrieb anwenden müssen, hält meine Arbeit an der Praxis.
Wie ich arbeite
Individuell, strategisch und pragmatisch. Keine Modelle, die man erst erklären muss, keine Konzepte zum Abheften. Ich arbeite partnerschaftlich, aber deutlich, und sage nicht, was man gern hören möchte, sondern was weiterhilft.
Was Sie erwarten können: dass ich Ihnen sage, wenn ich etwas nicht kann. Dass ich abrate, wenn ich etwas für falsch halte, auch wenn mich das einen Auftrag kostet. Dass ich keine Ergebnisse verspreche, die von Faktoren abhängen, die weder Sie noch ich steuern. Und dass Sie nach unserer Zusammenarbeit mehr selbst können als vorher.
Das ist kein aufregendes Angebot. Es ist auch nicht das, womit sich am schnellsten wachsen lässt. Es ist aber der Grund, warum ein Teil meiner Kunden seit über zehn Jahren mit mir arbeitet.
Mandate und Auszeichnungen
- Dozentin der Industrie- und Handelskammer seit 2015
- Vorbildunternehmerin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz
- Beratungspartnerin des RKW Hessen
- Mitglied der IHK-Vollversammlung
- Nominiert für den Mittelstandspreis des BVMW 2025
- Autorin von „Simplify your Website“
Der Maßstab, der bleibt
Technologien kommen und gehen. Jedes Mal gibt es eine Welle von Anbietern, die aus der Unsicherheit ein Geschäft machen, und jedes Mal ebbt diese Welle wieder ab.
Was bleibt, ist eine einfache Frage, die Sie an jedes Angebot stellen können, auch an meines: Steht dahinter ein Gegenwert, den ich benennen kann?
Wenn ein Anbieter darauf keine klare Antwort gibt, ist das die Antwort.
Kornelia Exner ist seit 1990 im Marketing tätig und seit 2000 selbstständig. Sie berät mittelständische Unternehmen zu Marketingentscheidungen und übernimmt Marketingverantwortung auf Zeit.